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Kleines Handbuch für Live-Wetten

 
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    Kleines Handbuch für Live-Wetten

    Kleiner Ratgeber für Live-Wetten, der auch für Anfänger taugt.

    Es gibt ein paar Grundregeln zu beachten, damit man nicht Verlust an Verlust reiht. Mehr noch als im pre-Wettgeschäft ist ein stabiler emotionaler Haushalt das A und O.
    Wer nicht klar im Kopf, nüchtern, ausgeruht, genug gegessen und getrunken hat und nicht aufrecht sich auf seinem Stuhl halten kann, sollte hier aufhören zu lesen.

    Für alle anderen kann es losgehen. Die Auswahl der Spiele ist schon bereits der erste Punkt, bei dem das Unternehmen live-Wetten scheitern kann. Alle Spiele, wo sich nicht
    in Sekundenschnelle eine Bilanz finden lässt, eine Tabelle, ein H2H und andere wichtige Statistiken fallen komplett raus. Zwar gibt es inzwischen bei diversen live-score-diensten
    entsprechende und immer feiner ausgearbeitete stats, teilweise sogar mit live-kommentar-funktion aber es gibt sie nach wie vor, die spiele, wo man gar nicht weiß, ob sie wirklich
    stattfinden - all diese spiele sind einfach tabu. Es ist pures gambling da irgendwas zu setzen und man lässt sie einfach weg. Das gilt vor allem für den Wettabend, wenn nicht mehr
    viel Angebot ist und es immer exotischer werden kann. Einfach Finger weglassen und sich auf die nächsten Spiele freuen, wo man wieder mehr Info und Stats hat. Das ist das
    erste wichtige Prinzip: Sich zu vergegenwärtigen, dass die nächste gute Wette von alleine kommt! Sie kommt definitv. Vielleicht schon in ein paar Stunden, vielleicht in einem Tag.
    In der Zwischenzeit einfach nix machen. Das ist das allerwichtigste beim Wetten.

    Beim live-Wetten kann das fies sein, denn man ist im Gegensatz zum pre-match unter Zeitdruck. Was macht man also? Man hat schon vorher ein grobes Bild was heute abgeht, schaut
    sich am Vorabend am besten an, was morgen alles auf einen zukommen kann. Dann hat man im Idealfall seine Liste an anderen guten Wettfreunden, ein paar Leute im WF abboniert oder
    schaut in die Ordner und Spezis und anderswo, wem man auch immer vertraut. Dann hat man seine eigenen Erfahrungen mit Ligen und hat evtl. hier und da ein paar Spiele gesehen.
    U21 EM, FIFA Frauen WM, Copa usw. läuft ja alles für wenig Geld im Monat rund um die Uhr wenn man will. Dann kann man also schon mal ein wenig sondieren und sich am besten
    dran machen ein paar Spiele, die einem auffallen zu markieren. Hierbei spielen Statistiken und Infos die Hauptrolle, dann kommt der eigene Riecher dazu. Wenn man nur ein wenig vorbereitet
    ist, was auf einen zukommt, dann fällt dieser ganze Druck des live-Wettens ab. Man ist auf Augenhöhe mit dem was passiert und lässt sich nicht blind von der Konsole von einer zur nächsten
    Gamble-Wette verleiten. Im Idealfall hat man seine Top 5 Spiele, was stats anbelangt, zum Beispiel was Tore oder HZ-Tore anbelangt und verfolgt wenn möglich live oder zumindest einen ticker
    oder wenn es nicht anders geht die stats.

    Man muss sich dann halt auch auf seinen Riecher verlassen und das wichtigste beim Live-Wetten ist, dass man wenn man ein gutes Bauchgefühl hat, das zu den Stats und der Entwicklung des Spiels
    passt, wenn möglich gleich drauf geht. DENN: Die größte Gefahr beim live-Wetten ist nicht das Konsolenangebot an sich, sondern die Reaktion von einem selbst darauf, ist klar ne? Das heißt es gibt
    nichts Schlimmeres als wenn man sich nicht getraut hat, dann fällt z.B. ein Tor und dann wettet man aus Frust nochmal drauf aber es kommt halt kein Tor mehr. Oft gilt daher beim Live-Wetten das
    sonst im Leben nicht so praktikable Entweder Oder. Geh drauf wenn Du überzeugt bist oder lass es ganz sein und geh zur nächsten Partie. Aber sitz nicht vor der Konsole und beobachte ein Spiel wie
    ein Junkie, der dann statt der Welle des Erfolgs nur die Welle des Nervenkitzels reitet und sich dauernd fragt soll ich soll ich nicht hätt ich doch blabla Konjunktiv-Action.

    Das killt nicht nur Deine Balance sondern macht null komma null Spaß. Es gibt dagegen nichts ehrenhafteres als mit Überzeugung auf eine Wette zu gehen und sie mit Anstand zu verlieren. Man kann sich
    kurz aufregen aber nachgekartet wird nicht. Man versteift sich auch nicht auf eine Wette, weil man angeblich eine Megainfo hat und man meidet wenn möglich auch public bets sondern vertraut im zweifelsfall
    seinem riecher. Verliert man eine Wette darf das einen null interessieren, denn verlieren ist teil des gewinnens, ganz einfach, man geht einfach zur nächsten wette oder schiebt, macht ne stunde pause.
    Wer sich zu sehr reinziehen lässt von live-Wetten verliert früher oder später den Überblick, nur zen-meister a la Halvar mit 35 Jahren Wetterfahrung sind dagegen immun.
    Bleib auf jeden Fall easy, nimm immer nur ein spiel, fang nicht an zu kombinieren. Hab einfach ein wenig den Überblick vorher und ein paar pre-Infos und nutze das dann aus ingame.

    Ja aber wie pickt man jetzt die richtigen Spiele? Ich würde sagen, dass ganz oft ein Ja oder Nein im Raum steht und man muss es nur wirklich wahrnehmen und auf sich hören. Oft will man unbedingt eine
    Wette probieren obwohl nichts so wirklich dafür spricht aber man bildet sich was darauf ein. Das ist halt dieser Intuitionsfaktor, den man schlecht beschreiben kann. Trotzdem gibt es Indikatoren. Wenn ein Team
    in HZ 1 in den letzten 5 Partien kein Tor geschossen hat, geh ich nicht auf eine HZ over 1.5 Tore Wette. Wenn ich zu faul bin das vorher kurz nachzuschauen, meinetwegen bei min 10 dann ist das mein Pech.
    Wie oft kam es vor, dass ich früher blind auf das Glück gehofft habe und bei der Analyse später gab es natürlich nicht in allen aber in vielen partien einen statistischen indikator, den ich nicht auf dem schirm hatte.
    Der Spruch stats are your friend, oder auch the trend ist your friend kommen nicht von ungefähr. trotzdem gilt auch dass man nicht alleine auf stats vertrauen kann. bzw. sie halt auch ein wenig interpretieren muss.
    Man muss halt ein gewisses Grundvertrauen die stats haben und nicht glauben, dass sei alles zufall und völlig gambling. Wenn man nicht daran glaubt, kann man sich gleich ein anderes hobby suchen^^

    mit den richtigen tools kann man alle relavanten stats in mehreren wettarten in sekunden schnelle herausfiltern die entsprechenden live-score seiten kennt jeder; inzwischen gibt es auch live-ticker oft bei twitter
    oder sonst wo; dann muss man halt wirklich auf seine erfahrungen und sein gefühl hören; ich habe ein paar ligen in denen ich, egal wie ich es mache, einfach nicht gewinnen kann; andere lieben genau diese ligen
    ich kann das auch nicht erklären; aber es versteht sich von selbst, dass ich nicht ligue 2 regelmäßig auf over 3.5 tore spekuliere wenn die teams in der regel mühe haben offensiven kombinationsfußball zu zeigen und
    die defensiven häufig besser besetzt sind als die offensive. doch nicht mal das muss ich genau wissen. wenn ein team im schnitt an spielen mit 2.2 toren beteiligt ist, dann gehe ich nicht auf over 3.5 tore außer ich habe
    eine top info. und viele spiele, die man gar keine ahnung hat, hat man immer die statistik matrix, die man lesen und interepretieren kann, wenn man dann noch eine info zusätzlich hat oder eine idee bei einem anderen guten
    tipper sieht, dann umso besser.
    you'll never lose alone

    #2
    Das A und O ist halt die Selbstbeherrschung. Wer das kann, hat schon die Hälfe gewonnen. Warum? Weil man sich klar machen muss, dass die meisten an Live-Wetten nicht an der Auswahl scheitern, sondern daran, dass sie nicht mit dem Druck der Echtzeitsimulation klarkommen.

    Es ist ein sehr schmaler Grat, den man als live-Wetter beschreitet. Man will bei einem Spiel drauf, das 1:0 fällt man ist Sekunden zu spät. Dann gilt es: Entweder ich kann nüchtern einfach das Spiel erst mal Abhaken und was Anderes finden oder ich bleibe am Spiel kleben, spiele dann noch ein weiteres Over an, etwa weil ich magisch denke, okay dann kommt halt nochmal eins. Aber das ist fatal. Nach einem Tor ist es einfach völlig abwegig nochmal auf Tore zu gehen. Man spielt dort genau dem Buchmacher in seine Karten. Das heißt nicht, dass man zum Beispiel bei einer misslungenen HZ over-Wette nochmal in der zweiten HZ angreifen kann und auf Tore spekuliert - aber auch das will gut überlegt sein. Und im Zweifelsfall bringt es einfach nichts sich zu sehr auf ein Spiel zu konzentrieren.

    Andererseits sind das oft extrem gute Kommerle, wenn man schon in HZ 1 ein, zwei Tore erwartet hatte und dann ab min 60 nochmal angreifen kann, wenn es immer noch 0:0 steht. Da muss man halt abwägen am besten live-ticker mit Kommentar haben oder seinem Riecher vertrauen, vor allem wenn die Stats realistischerweise noch Tore erwarten lassen.

    Negativerlebnisse gehören zum Live-Wetten einfach dazu. Im Gegensatz zum normalen Wetten hat man halt, vor allem beim Halbzeit-Wetten, viel mehr Negativ- oder Positiverlebnisse in kürzerer Zeit zu verkraften. Das darf man nicht unterschätzen. Es gilt halt einfach nicht zum Berserker zu werden bei ein, zwei, drei schlechten Giks - meistens ist viel Pech dabei; bei Spielen, wo man hauptsächlich auf Stats vertraut, muss man einfach sehr realistische sehen, was man da betreibt. Das ist teilweise einfach enorm viel Risiko, das man da eingeht, so ohne viel Infos. Trotzdem auch da nicht ins Bockshorn jagen lassen. Wenn man sich des Glücksspiel-Faktors bewusst ist, kann man einfach nüchtern zur Kenntnis nehmen, dass man falsch liegen kann, so wie man auch falsch liegen kann mit der bestesten Analyse.

    Man nimmt einfach seine Liste zur Hand, die man sich am besten schon vorher rausgeschrieben hat und geht zur nächsten Live-Partie, wo man zum Beispiel frühe oder viele Tore erwartet.

    Am besten sind einfach aus Erfahrung die Spiele, wo man einfach weiß, dass noch ein Tor kommt, entweder zur HZ oder FT und man dann am besten anspielt, wenn die over 1 Wette zu einem vernünftigen Preis angeboten wird. Das sind die besten Wetten. Oft gleich dreifach abgesichert durch vorherige Annahme von Toren, durch statistische Indikatoren und durch den Live-Kommentar (oder zumindest live-stats) - dann kann em Ende nur ein Tor fallen und ihr habt immer noch cashback mit Mini-Verlust.

    Die meisten Live-Wetten die verloren gehen, sind in erster Linie Wetten, wo man es nicht abwarten konnte, bis das Gefühl zu der Quote passt. Oft hat man ein schlechtes Gefühl, will aber live over 1.5 Tore anspielen, weil man weiß es kommt mindestens noch eins. Vorsicht hier, denn Kleinvieh macht auch Mist. Fünf halb verlorene Wetten machen keinen Spaß und bringen niemandem was. Lieber länger warten und dann auf ein over 0.75 oder 0.5.

    Die Faustregel beim Live-Wetten ist daher paradoxerweise: Wer länger warten kann, ist klar im Vorteil!
    Denn in so vielen Partien fällt halt am Ende doch noch eins. Und daher hat der cridac schon recht, wenn er sagt, dass nichts so einfach sein kann, wie late-kommerles. Um da aber hinzukommen, muss man oft drei, vier, fünf verlockende Angebote beim selben oder bei anderen Spielen überstehen. Wichtig ist es, sich nicht zu sehr "in ein Spiel zu verlieben" wie wir da früher in der Bude immer dazu gesagt haben. Man sieht eins, das einem gefällt und überlegt hin und her. Dann fällt das Tor man regt sich auf, das man nicht gesetzt hat und schon bemerkt man gar nicht, dass man sich in das Spiel verliebt hat. Wer jetzt nicht die sofortige Scheidung einreicht, hat verloren und gnadenlos ausgenommen (wie halt im echten Leben bei einer Scheidung auch).

    Klar kann man später nochmal schauen, ob was geht (davon ist im echten Leben abzuraten) aber erst mal muss das Spiel tabu sein.

    Dann ist es wirklich nicht soo schwer mit Live-Wetten Gewinne zu erzielen. Wie oben erklärt ist aber eine völlig blinde Herangehensweise einfach im Hochrisikobereich, das muss nicht sein. Wie oben schon erwähnt, braucht man zwingend, vorher Infos und seien es nur statistische um ein Gefühl zu kriegen. Wer dann abwarten kann, diszipliniert vor allem die asiatischen overs benutzt (over 1, over 2), der kann mit relativer Absicherung durchaus hier und dan den Bookie ein wenig erleichtern.

    Klar muss halt auch sein, dass man beim Live-Wetten am besten strikt mit demselben staking spielt und nicht kopflos oder emotional verdoppelt oder sogar vervielfacht!!! Wer das macht oder sogar regelmäßig hat ein Problem mit seiner Impulsivität und sollte wenn überhaupt nur pre-match-Wetten.
    Daher maximal zwei Staking-Einheiten festlegen und strikt daran halten. Ab und ab gibts schon sehr sehr gute Live-Wetten da kann man auch mal 2/10 ran, sonst halt 1/10 wie gesagt.

    Punkt ist halt der zu verstehen, wann der Punkt gekommen ist, wann eine Quote value hat. Man darf dann nicht zu anspruchsvoll sein. Lieber eine 1,70 mitnehmen als "zu lange" zu warten - es ist eine schwierige Kunst das ein wenig zu kapieren, wann ein guter Zeitpunkt ist aber das kann man einüben. Am besten Trockenübungen machen.

    Auch hier ist Erfahrung halt mal wieder enorm wichtig! Oft reicht es aus die Paarung bei einem friendly zu lesen, ungefähr zu wissen, insofern man auf dem Tormarkt wie ich sich bewegt, ob das under- oder over-Teams sind generell und schon hat man ein wenig einen Überblick.

    So ich hoffe ich konnte ein paar hilfreiche Gedanken präsentieren.
    you'll never lose alone

    Kommentar


    • Mampe
      Mampe kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Bsp. Einsatz 100 EUR: auf over 0.5 ganz normal 100 EUR, auf over 0.75 gehen 50 EUR auf over 0.5 und 50 EUR auf over 1. Bei genau einem Tor, gewinnst du die 50 EUR Wette auf das over 0.5 und erhältst die anderen 50 EUR retour.

    • hensev
      hensev kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Over 0,5 :
      0 Tore = Lost
      1 Tor = Win
      Over 0,75:
      0 Tore = Lost
      1 Tor = Halb win
      2 Tore = komplett win

    • Wettwahn
      Wettwahn kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Danke für die Infos

    #3
    Das money management sollte man am besten schon verinnerlicht haben, bevor man sich regelmäßig an Live-Wetten heranwagt. Denn es sollte einfach nicht so sein, dass man von alltäglichen Kuriositäten im Wettwahnsinn getriggert wird. Heißt im Klartext: a) dass ein gutes Wutmanagement einem guten money management entspricht und b) dass ein gutes Euphoriemanagement einem guten staking management entspricht, vielmehr entsprechen muss.

    Eine rote Karte, ein nicht gegebener klarer Elfer, zwei nicht gegebene klare Ecken, ein falscher Freistoß, eine fehlende klare gelbe Karte, ein Lattentreffer, ein Pfostentreffer, der beste Stürmer vor dem Spiel was falsches gegessen, eine Verletzung, das Nichteingreifen des VARs, das Eingreifen des VARs, ein Wetterumschwung, eine Falschinformation usw. usf. - all das KANN während eines Spiels passieren. Und gemäß Murphys Law gibt es keinen Spieltag, ich meine damit ein Wettspieltag, nicht in einer Liga, an dem es nicht zu Kuriositäten kommen kann und zwar in jeglicher Hinsicht, also auch in vermeintlich positiver. Heißt, man kann einfach auch Dusel haben und alle genannten Ereignisse können zugunsten der eigenen Wette laufen. Nur denkt man da oft gar nicht daran. Schon allein deshalb gilt es sich beim Live-Wetten nicht einzubilden, dass man sich den Luxus von Wut länger als 5-10 sek erlauben dürfte, man aber gleichzeitig viele Glücksereignisse zu seinen Gunsten schon freudig zwar aufnimmt aber eben auch leicht Gefahr läuft sich einzubilden, dass der Gewinn der Normalfall sei und der Verlust etwas, was "falsch" sei. Wer so an die Live-Wetten herangeht, hat keine realistische Einschätzung davon, WAS alles passieren kann in einem Fußballspiel, oder zumindest eine relative Annäherung an diese passierende, völlig unkontrollierbare, so genannte Realität.

    Wut tut gut, ja, aber nur kurz, dann muss es weiter gehen oder folgt eine Pause oder was auch immer. Und Euphorie ist toll und das Gefühl "richtig" gelegen zu haben aber bitte nur kurz - dann muss die professionelle Konzentration wieder modus operandi sein, ein Puma, der auf seine Beute lauert. Kein Löwe, der nur brüllt und unbeholfen wirkt. Wir brauchen einen Puma und nichts anderes. Oder halt einen Kondor aber das ist höhere Schule, die nichts für Anfänger ist.

    Wenn also einer denkt, er müsse die stakes erhöhen, weil er denkt, er wüsste was Sache ist, ist nur ganz schön eingebildet. Und wer ein gutes Gefühl hat und eine saftige Quote sieht aber denkt, er muss jetzt den stake halbieren, macht grundlegend auch etwas falsch. Daher steht und fällt die ganze Live-Wetten-Geschichte damit, dass der stake gleich bleibt und allerhöchstens aus 1/10 und 2/10 wenn es einmal sein muss 3/10 umfasst - am besten aber flat ist. Denn man kann sich beim Live-Wetten am meisten selbst ans Bein pinkeln und eine Gewinnrate von mitunter 60% oder höher haben aber wenn man Verluste reinholen will, um wieder auf Kontostand X zu sein, bevor man diese Wette getätigt hat, dann sieht es schnell düster aus. Man darf sich nie vormachen, man würde etwas Live beherrschen können, auch wenn man es sich einredet. Manchmal sind sogar die berühmten Spiele auf ein Tor - Spiele, die die am Ende richtig kosten, und vor allem steht oft angebotene Quote und realistische Wahrscheinlichkeit in keinem Verhältnis.

    Das Wort value sollte schon im Kopf einen Resonanzboden finden, bevor eine Wette getätigt wird. Wer konzentriert bleiben will Live kommt auch nicht drum herum Pausen zu machen und damit meine ich nicht nur 10 min. Wenn man an einem Tag merkt, es läuft nicht, man ist heute nicht dafür gemacht oder muss sich sogar überwinden, heißt es ab nach draußen und releksen. Man kann nur immer wieder darauf hinweisen, dass man beim Live-Wetten sich selbst der größte Feind ist.

    Flaws können sein, dass man eine Wette in der Euphorie einloggt, nur weil ein anderer Wetter sie anpreist, ohne dass man selbst nicht wenigstens sein Gefühl ehrlich abgefragt oder eine Statistik angeschaut hat, oder eine Kurzinfo halt. Das heißt bevor eine Wette eingeloggt wird, sollten folgende fünf Schritte automatisch passieren. Wenn ihr diese Schritte nicht beobachten könnt, während sie passieren, wettet nicht ihr selbst sondern die Konsole hat die Kontrolle über euch übernommen. Einen Exkurs über den freien Willen lassen wir jetzt mal weg, aber im ernst, beobachtet das mal an euch und gewöhnt euch die Schritte an; ihr werdet Staunen wie viele schlechten Wetten ihr einfach gar nicht mehr nehmt. Bestes Beispiel sind Empfehlungen mit Halbwissen oder Vermutungen von anderen Wettern, die ihr blind nachspielt ohne auf euch zu hören. Wozu habt ihr ein hochkomplexes und sensibles Sensorium, wenn ihr es nicht benutzt.

    Der erste Schritt beim Abgeben einer Wette ist die Aufnahme von Information. Was löst diese Information bei mir aus? Eine blinde Euphorie. Aha, warum eigentlich. Was weiß ich über die Teams? WER sagt WAS und WARUM? Also Stichwort: Kritische Prüfung der Information. Dabei geht es nicht darum jetzt groß das Analysieren anzufangen aber wenn ihr euch selbst nicht einen Minizeitraum gebt, in dem die Information auf euer System wirken kann, dann ist man (ich wechsele zum unpersönlicheren man) nichts weiter als ein ausführender Roboterarm. Man selbst setzt diese Wette dann nicht, sondern Mampe - oder SapphireSky, je nachdem.

    Der zweite Schritt ist, sich zu fragen, wenn man die Info hat auf sich wirken lassen (15-30 sek reichen voll aus) - ob diese Wette überhaupt eine gute Wette ist, gemäß den Genfer Wettkonventionen. Es ist ein Verbrechen eine schlechte Wette abzugeben. Dazu gehören Wetten unmittelbar nach Toren oder Auswärts-Quoten zu Tiefspreisen, da gehe ich jetzt nicht ins Detail, jeder weiß mit der Zeit was eine gute und schlechte Wette ist - unabhängig vom Ausgang. Schlechte Wetten werden nicht abgegeben, ganz einfach. Ist die Info ankligend und die Wette gut, das umfasst natürlich auch einen gewissen Value wie gesagt, geht es zu Schritt tre.

    Der dritte Schritt ist einfach aber nicht einfach. Man setzt seinen Standard-Stake und loggt die richtige Wette ein. Klingt wie gesagt einfach aber hier scheitert es oft. Man denkt sich plötzlich, ha ich schlauer, da haue ich einfach nochmal was drauf, der Halvar muss es ja wissen. Aber auch Halvar ist menschlich, zum Glück. Kein Sterblicher ist allwissend und die Fallstricke sind zahlreich und fest verknotet am Steg, der den unbeschwerten Wettfluss mühelos begleitet. Also nichts da. Wir wollen Originale bleiben. Ein ursprüngliches over 2.5 wird nicht plötzlich zum over 3.5 nur weil die Quote lockt. Ein -1 bleibt ein -1. Und dann muss man erst mal das richtige Spiel erwischen. Bet-at-home ist da ein Weltmeister darin mit seiner Live-Konsole, die Ansicht verändert sich ohne das man es bemerkt. Und da wird dann auch nicht plötzlich noch aus heiterem Himmel mit einem Basketballgik oder einem friendly kombiniert, weil "da fallen ja immer Tore". Der dritte Schritt ist einfach aber nicht einfach.

    Der vierte Schritt ist nicht minder wichtig. Das Heraussuchen und einloggen der Quote ohne zu Zögern! Wer jetzt nochmal zögert oder zweifelt oder oder oder, der hat Schritt eins und zwei und drei nicht richtig ausgeführt. Schritt vier ist die Wahrheit, der Sprung ins Unbekannte, das Fallen ins Nichts und dieser Schritt wird entschlossen ausgeführt oder man lässt es am besten komplett bleiben. Es ist wie früher. Man läuft aussichtsreich an der Linie und sieht den Mann im 16er frei stehen, dann will man noch auf einen besseren Moment mit dem Flanken warten und plötzlich kommt die Torauslinie auf einen zu und alle schauen einen peinlich berührt an. Zum Flanken kommt es gar nicht mehr, es gibt Torabstoss, der Trainer schreit von draußen, ob man gestern zu viel Slivo getrunken hat oder was da los sei.

    Bei Schritt Fünf scheitern viele, wenn nicht gar die meisten. Es ist nochmal ein Schritt, der seine ganz eigene, fast existentialistische Schwierigkeit aufweist und darin besteht die Dinge einfach laufen zu lassen. Die cash-out-Funktion ist Fluch und Segen zugleich sagen viele. Aber das gilt nur für Leute, die falsch staken. Klar, wenn ich fast alles setze ist es vielleicht nicht so verkehrt 20 min vorher auszucashen wenn sonst fast der Totalverlust droht und man aber einfach merkt, das geht schief aber soweit sollte es nie kommen! Niemals! Nie! Never ever! Denn wenn man alle Schritte vor Schritt fünf beachtet hat, kann man Schritt 5 richtig genießen. Es einfach laufen lassen! Wie einfach! Und doch so schwer! Kein magisches Denken ob ihr den Ton laut oder leise stellt, kein magisches Denken, ob, wenn ihr dabei bleibt, das Spiel irgendwie anderes verläuft oder nicht, kann euch jetzt noch retten. Eure Wette wird falsch sein oder eben richtig. Und dann geht es wieder von vorne los. Also warum dabeibleiben und stressen lassen, wenn man es nicht genießen kann. In gar keinem Fall mit einer Freundin telefonieren und aus Versehen auf den Auszahlungsknopf drücken bei noch einem ausstehenden Spiel und vierstelliger Gewinnvermeidung.
    Zuletzt geändert von Briskeby; 02.07.2019, 15:38.
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    Kommentar


      #4
      Was heißt es also genau sich auf seinen Riecher zu verlassen? Das ist eigentlich gar nicht so schwer aber erfordert viel Übung und mitunter Zeit. Intuition ist etwas, was man sich erarbeiten muss, das kommt nicht einfach so über Nacht. Im Live-Wetten ist das enorm wichtig. Warum? Weil man beim Live-Wetten zwar wie gesagt kurz Zeit hat sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen und evtl. vorher Infos gesammelt hat, siehe oben, aber dann kommt es wie im richtigen Leben darauf an, kann ich mich auf mich selbst verlassen oder eiere ich nur rum. Noch näher rangezoomt heißt das, dass es sich im Laufe der Zeit mit der Auswahl der Wetten genauso verhält wie mit der Auswahl seiner Freunde und Menschen. Ein absurder Vergleich? Ich denke nicht, denn egal wofür man sich entscheiden muss im Leben, die Intuition umfasst einfach alles und dazu gehört nun auch mal das Sportwetten. Es ist ungefähr so: Jeweils ganz am Anfang zu Beginn hört man auf das, was man gesagt und erzählt bekommen hat, dann macht man sich mal eigene Gedanken im besten Fall. Doch dann geht es erst los, denn wenn man nur auf seinen Kopf hört oder nur auf sein Gefühl oder sein Herz wie man das immer so romantisch sagt, dann wird man langfristig scheitern mit allem, weil der Kopf sagt das, das Gefühl das, der Verstand jenes, das Herz jenes und man fängt an herumzueiern. Wenn ich bei einem Menschen überlegen muss ob er mir gut tut, ist es schon zu spät. Genauso ist das mit den Wetten. Statistik und Info (Quantität, kühler Verstand) sagt das, das ominöse Gefühl (meistens verbunden mit einer völlig übertriebenen Risikobereitschaft) sagt das weil man irgendwie gerade halt Lust hat eine Wette abzugeben usw. etwas ganz anderes und man fängt an zu überlegen, wer hat jetzt recht, wem soll ich jetzt folgen. Es scheint fast so was wie eine Selbstsabotage-Funktion beim Wetten eingebaut zu sein, genauso wie bei einer Kombi halt immer ein Umfaller dabei ist oder die HZ-Tore zwischen min 46-51 fallen. Klar, alles nur Bias und verzerrte Wahrnehmung aber wie immer bin ich ein Freund davon zu sagen, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. Die ganze Wahrheit ist nämlich ... kleiner Scherz. Was ich sagen will: Wir brauchen nicht unseren Kopf wir brauchen nicht unser Gefühl oder Herz, alles auch Faktoren ja, aber, und das ist der ganze Witz beim nicht allzulangsamen Entscheiden bei einer Live-Wette, WIR BRAUCHEN EIER! Wir brauchen unsere Eingeweide, guts, nennt es wie ihr wollt, aber es sitzt viel tiefer als Kopf, klar, und auch tiefer als Herz und Gefühl, es ist das unumstößliche JA oder das unumstößliche NEIN zu einer Wette. Aus. Amen. Basta. Kein Herumdiskutieren, dass IMMER falsch sein wird, weil the picker is broken when its not whole. Da hin zu kommen ist eine, ja vielleicht sogar eine Lebensaufgabe. Ich kenne niemanden, der nach ein, zwei Jahren erfolgreich im Wettgeschäft war, ist. Wir brauchen auf jeden Fall entweder ein Signal aus dem tiefsten Bereich unserer Wahrnehmungsmöglichkeit oder wir lassen es gleich sein, weil sonst ist es nur Zeitverschwendung. Und alles was ich hier schreibe sagt nicht aus, dass ich das kann, aber der Mechanismus ist mir im Laufe der Jahre immer klarer geworden, es ist einfach wie mit der Auswahl von Freunden oder Menschen. Ein Erwachsener braucht nicht lange hin und her labern, überlegen usw. er weiß einfach intuitiv wer einem gut tut und wer nicht. Ein wenig hinter die Maskerade schauen, nichts anderes ist Intuition. Beim Wetten ist dieses Phänomen so interessant, beim Live-Wetten kann man sich selbst dabei beobachten, was da so abgeht. Einmal, das war eine pre-match-Wette Mainz vs Leverkusen, ich war überhaupt nicht informiert, wusste nur kurz vor Spielbeginn ah ja Mainzer Franzosenoffensive stark und Leverkusen auch sowieso offensiv, doch dann gab es eine Überflutung in dieser absolut unzweifelhaften Eingeweideregion bei mir da wusste ich, ich könnte eine Kontobet machen, es wird hier gewaltig krachen. Natürlich habe ich das nicht gemacht aber es stand 1:4 zur HZ und es hätten 10 Tore fallen können. Solche Erfahrungen passieren nicht oft, dass sie so klar sind, doch es gibt Anzeichen, wenn man diesen Sinn trainiert da bin ich mir inzwischen sicher. All das umfasst das was man landläufig Riecher nennt. Dann gibt es noch das Phänomen, dass man einfach ein ziemlich triviales Gefühl hat und das als Riecher bezeichnet oder man sagt man hat eine gute Idee oder irgendwo eine vage Erinnerung an ein Spiel und nennt das dann auch Riecher - das ist alles falsch und hat nichts mit einem echten Riecher zu tun, was immer mit Intuition und nie mit vagen geistigen Prozessen zu tun hat. Die guts-Intuition hat nichts mit dem Kopf und nichts mit dem Gefühl zu tun! Es läuft auf einer anderen Ebene ab aber es ist auch kein abgehobenes Gefasel von einem sechsten Sinn oder so, das wäre zu viel gesagt denn es ist ziemlich down to earth, so down to earth wie nur möglich. Ich wollte schon lange mal was dazu sagen und fand es im Zusammenhang mit dem live-Wetten hier passend. Drauf gekommen bin ich auch, weil ich so oft direkt nach Tipp-Abgabe live weiß, ob ein Pick kommt oder nicht, das Gefühl direkt nach Abgabe kommt oft genau aus dieser Region, ist kurz intensiv und nur sehr sehr subtil wahrnehmbar, wird aber sofort überdeckt vom Verstand oder vom random Hoffnungs- oder Mitfiebergefühl, dass es nur schwer wahrnehmbar bleibt - aber, ich habe solche Erlebnisse oft und merke dann im Nachhinein, ey Du wusstest es schon aber hast nicht hingehört auf die Intuition, weil sich sofort der Kopf eingeschaltet hat. Genauso beim random anti-stats-Wetten. Stats sind zwar unser bester Freund aber nur darauf verlassen ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Will damit sagen die intuitive Wahrheit ist mehr als die Summe der Kopf- und Herz/Gefühl-Teile, klar soweit? Das nächste Mal schreibe ich kurz, warum es enorm wichtig ist, nicht live mit den Spielen mitzufiebern, insofern man sie nicht live wirklich sieht, also nur an der Konsole.
      Zuletzt geändert von Briskeby; 17.07.2019, 23:23.
      you'll never lose alone

      Kommentar


      • Halvar
        Halvar kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        bitte mehr davon Maistro ;-)))

      #5
      Manch einer mag einwenden, was das denn für einen Unterschied machen soll, ob man live mit Spielen mitfiebert oder sie nach Tippabgabe "in Ruhe lässt" aber jeder, der sich schon mal ein wenig mit Resonanztheorie, Quantenverschränkung und Synchronizitäten auseinandergesetzt hat, wird mir zustimmen, dass er subjektiv schon öfters mal das Gefühl hatte, dass der Verlauf einer Wette von seiner Beobachtung abgehangen hat. Erst mal um eins klar zu stellen. So einfach und klar wie es wünsch dir was büchlein (secret usw.) vorgaukeln ist es nicht und letztlich gibt es das auch gar nicht aber trotzdem würde ich grundsätzlich es für möglich halten, dass eure abgegebene Wette failt, wenn ihr zu viel Energie darauf verwendet, dass ihr euch so danach sehnt, dass diese Wette kommt. What you resist persists heißt auch hier das Zauberwort. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich vor der Konsole sitze und mich auf ein Resultat fokussiere, dass ich gerne hätte, dass es kommen soll, klassischerweise, dass noch ein Tor fällt, dass es dann tendenziell überhaupt nicht einfach kommt. Wenn die Wette aus dem Kopf kommt, bleibt es eine reine Wunschgeburt und vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass nichts so ein großes Lügengebäude ist wie positives Denken. Das wäre ja schlimm, wenn das so wäre. Trotzdem und es ist mal wieder paradox gibt es hier und da so seeehr subtil wahrnehmbare Koinzidenzen, dass man weiß es kommt einfach nicht auch wenn man es sich noch so sehr wünscht. Was wir oft als bookies wussten wohl wieder mehr bezeichnen, fällt unter diese Kategorie.

      Jetzt aber lieber zu was Praktischem und Handfestem. Es ist alleine schon deshalb nicht so ratsam eine Live-Wette zu fokussieren, also nach der Abgabe der Wette wie ein fiebriges kleines Kind am Bildschirm zu kleben, weil man bei Eintreten eines Negativerlebnisses in die Gefahr geraten kann, umgehend den Verlust ausgleichen zu wollen. Ihr setzt mit eurer Enttäuschung einen wahrnehmbaren emotionalen Fokus und das ist dann für viele der Anfang vom Ende. Erst wird der Einsatz erhöht, dass man den Verlust wieder ausgleicht, dann geht die erste Wette schief und man klebt immer noch am emotionalen Fokus und wählt Spiele, die total aus dem Rahmen fallen usw. - das habe ich ja schon ausführlich erwähnt. Und jetzt stellt euch vor, ihr gebt eine Wette ab und versucht kurz, nur für einen Moment, sie aktiv wieder zu vergessen, ihr tut so als hättet ihr gar keine Wette abgegeben und beschäftigt euch einfach völlig entspannt mit etwas anderem, sei es der suche nach einer weiteren guten Wette oder ihr spült ab, räumt auf oder was weiß ich - aber bleibt auf jeden Fall in einem normalen Fluss, setzt keine emotionalen Fokuspunkte, raus gehen und eine Kippe rauchen oder so gehört auch dazu. Macht einfach ganz normal weiter. Wenn ihr verliert, werdet ihr feststellen, dass die Niederlage viel leichter zu akzeptieren ist, weil eurer Fokus nicht die ganze Zeit auf der abgegebenen Wette klebte und einen emotionalen Schirm aufgespannt hat, der dann zurückschnappt und euch völlig blind macht. Ihr akzeptiert die Niederlage und seid vielleicht schon bei der nächsten Wette, der Einsatz blieb gleich und bliebt gleich und es geht einfach konzentriert aber entspannt weiter. Das Mindset muss sein: Dass es normal ist auch Wetten zu verlieren und dass es dann einfach weiter geht. Dass es insgesamt aber gut weitergeht. Wichtig ist einfach, dass kein Katastrophenszenario gemalt wird, dass keine Panik, keine Hektik usw. aufkommt. All das geht viel einfacher, wenn ihr eure Wette, die ihr abgegeben habt LOSLÄSST und nicht an ihr klebt, es ist nur ein Spaß was ihr macht, nehmt es nicht zu ernst. Beobachtet es selbst. Es wird viel mehr Ruhe und Gelassenheit in euer Spiel bringen.

      Gerade im riskanten Live-Wetten, das von vielen gleichermaßen verachtet wie geliebt wird, kann es vorkommen, dass die Varianz brutal ist, einen Monat +20 und mehr und im nächsten Monat dann -8 z.B. Wenn man denkt, man befindet sich in einer Phase, wo die Varianz zurückschlägt, gibt es zwei Möglichkeiten. A) Ihr macht eine wirklich lange Pause, die mindestens zwei Wochen umfasst, bis ihr am besten vom Fokus her komplett frei seid, am besten habt ihr vergessen, dass ihr je gewettet habt, schaut entspannt ein paar Spiele und beobachtet was sich so tut, was sich so zeigt, ob sich Gedanken melden, die andeuten und sagen, was ihr jetzt am besten wetten würdet. Wenn ihr dann da ein paar mal positive Signale beobachtet hat und vor allem erst wenn ihr wieder richtig Lust auf Wetten habt, dann garantiere ich euch, dass es nicht so negativ weitergeht wie ihr aufgehört habt. B) Die viel effektivere Methode, man will ja nicht ständig Pausen machen wie Briske, ist es, die Wett-Dämonen der Varianz zu füttern. Ihr tut dies indem ihr in einer schlechten Phase die Haltung annehmt, dass ihr jetzt einen Tribut zollen müsst, der über allem steht und der nicht umgangen werden kann, ähnlich dem Fährmann über den Styx. Nehmt also ruhig die Haltung an, dass ihr jetzt richtig Lust habt zu verlieren und freut euch, dass ihr bereit seid auf die andere, wieder positivere Seite, zu gelangen. Eigentlich ist es, wenn es mal richtig schlecht läuft, meistens ein Zeichen, dass es eigentlich richtig gut läuft langfristig, auch wenn es nicht so aussieht auf den ersten Blick. Also verringert eure Einsätze radikal und gebt den Dämonen ihre Nahrung. Ich empfehle anstatt 1/10 nur noch maximal 1/100 zu setzen. Es geht hierbei nur um den symbolischen Wert, ob ihr bereit seid zu verlieren. Wie viel das erst mal ist, ist den Dämonen egal, sie kennen weder Zahl noch Zeit, nur den Raum müsst ihr ihnen überlassen. Ein paar mal verloren, werdet ihr merken, dass sich der Raum wieder weitet und ihr sogar mal so richtig zum Spaß wirklich eine fun bet nach der anderen raushaut, merkt euch, ihr könnt 10 Funbets machen und habt erst 1/10 verloren! nach diesem Prinzip muss es gehen. Diese Methode und vielleicht ein, zwei Tage Pause zwischen diesen radikal reduzierten Funbets werden jede Varianz zerstören. Ihr wettet sozusagen unter dem Radar.

      Haltet das ruhig alles für Spinnerei, wenn ihr möchtet. Ist nicht so wichtig. Wichtig wäre dann halt nur noch, dass, wenn ihr euch schon nicht zurückhalten könnt und in eine Negativspirale kommt, ihr euch eine Sache klar macht. Wie es weitergeht, hängt massiv davon ab, ob ihr das Gute oder das Schlechte in euch seht. Ein Beispiel: Ihr zahlt 50 Euro und spielt euch brav mit Geduld, Geschick und Glück auf 450 Euro hoch, dann kommen die ersten "unglücklichen" Wetten, ihr verliert und fällt auf 325 Euro. Jetzt drehen die meisten am Rad, sehen nur den Verlust von 125 Euro und verlieren völlig den Blick für die Relationen. Sie haben vielleicht in vier bis fünf Tagen einen Reingewinn von 400 Euro aus 50 Euro gemacht! Und anstatt sich über diese Bärenleistung zu freuen, geraten sie in Panik, weil sie wieder 125 verlieren! Das muss man sich mal vorstellen, was da im Gehirn abgeht. Dann geht es oft los mit Gedanken wie, jetzt hatte ich Glück aber jetzt ist es vorbei, oder, oh man ich kann es doch nicht kontrollieren oder oder oder - in den meisten Fällen schaffen es viele einfach nicht das Gute zu sehen, nämlich den Startwert ihrer Einzahlung. Oder den Startwert ihres Monats zum Beispiel. Daher muss es verankert sein, dass ihr euch immer an den Startwerten orientiert und nicht an den Verlustwerten, das ist fatal. Ich weiß gar nicht genau warum das passiert aber je größer das Ego desto mehr identifiziert man sich mit den Verlustwerten. Die Wirtschaft ist ja voll mit Menschen, die sich als Versager fühlen, deshalb wollen sie ja unbedingt ihr kleines Ego aufpäppeln mit dem Gefühl des Erfolgs. Wie lächerlich! Daher kann man eigentlich auch erst gut wetten, wenn man nichts mehr vom Wetten erwartet und es eigentlich auch gar nicht braucht. Die guten Wetten kommen dann wie von Zauberhand zu einem selbst, bieten sich intuitiv viel leichter als dass man krampfhaft nach ihnen sucht. Dieser Text ist zum Beispiel in absoluter Mühelosigkeit entstanden aber ich höre jetzt wieder auf.
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        #6
        Ich komme nicht drumherum nochmal auf Fraktale einzugehen. Sich wiederholende Muster faszinieren mich im Sportwetten immer wieder. Ich habe inzwischen sogar einen neuen Faktor in meine Pre-Recherche eingebaut. Was soll das heißen? Es bedeutet, dass ich immer davon ausgehe, dass das zu recherchierende Spiel bereits zu Ende gespielt ist, während man es recherchiert. Das klingt natürlich paradox, denn wie kann ein Spielstand bereits feststehen, wenn es zeitlich gesehen, ja erst noch angepfiffen wird. Wer sich schon immer mit der Relativität von Zeit und Raum und Quantentheorie beschäftigt hat, wird feststellen, dass der Realitätskonsens, den wir alle automatisch durch Konditionierung übernommen haben, weitaus fragwürdiger ist als wir annehmen. Ohne da länger darauf eingehen zu wollen, heißt das auf das Sportwetten bezogen ganz konkret, dass jeder, der sich einem möglichen Endergebnis einer Partie durch statistische, kausale, logisch begründbare Methodik annähern möchte, in Wirklichkeit nicht durch seine Methodik zum richtigen (oder falschen) Ergebnis kommt, sondern, und hier wird es interessant, die Methodik selbst nur Symptom einer Wirklichkeitsgestaltung ist, die bereits feststeht (und auch nicht).

        Das heißt vereinfacht gesagt, dass der Prozess, der dazu führt, dass ein Endergebnis zustande kommt, zwar prozesshaft daherkommt aber in Wirklichkeit uns nur so erscheint, denn entscheidend ist, dass das Ergebnis bereits feststeht und der Prozess uns nur im Nachhinein so erscheint, als habe er selbst zu diesem Ergebnis geführt. Und jetzt ist es entscheidend: Konzentrieren wir uns ausschließlich auf den Prozess und unternehmen allerhand schwere Analysen mit statistischen, methodischen, quantitativen Hilfsmitteln vor, ist das natürlich legitim und richtig und auf der Ebene der Relativität von Zeit und Raum absolut das Beste, was wir unternehmen können, um ein Spielergebnis möglichst akkurat prognostizieren zu können. Aber wir dürfen nicht ausschließen, dass es eine Bewusstseinsebene gibt, in der das Ergebnis bereits feststeht und aus dieser Ebene kommen einem manchmal die "Verrücktesten" aber erfolgreichsten Ideen. Wir nennen das in der Forschung alles Intuition und tun so als sei das alles klar, weil Informationen sich im Synapsenfeuer zu neuen, kreativen Lösungen verknüpfen und so erklären wir dann Out-Of-the-Box-Thinking und Innovation und so weiter. Das mag zum Teil ja alles richtig klingen, wenn man es so herum erklärt.

        Was aber wenn wir für einen Moment mal annehmen, dass nicht wir als recherchierendes Bewusstsein wenn man so will in Zeit und Raum auftauchen, sondern Zeit und Raum IN UNS auftauchen? An dieser Stelle ein kleines Experiment, damit das nachvollziehbar wird. Wenn wir schlafen, und das kann jeder selbst überprüfen, sind wir entweder a) im Halbschlaf, wir sind uns also noch bewusst und dämmern nur vor uns hin, b) wir träumen und sind uns immer noch bewusst, weil wir ja erleben, was im Traum passiert und interessanterweise werden Zeit und Raum schon relativer, wir können z.B. im Traum fliegen oder mit unserer verstorbenen Oma sprechen oder c) wir sind im Tiefschlaf und uns selbst überhaupt nicht mehr bewusst, da ist einfach nichts, nada, wir wissen nicht einmal mehr, dass es uns gibt, Zeit und Raum sind wie aufgelöst. Und jetzt ist entscheidend: Wenn wir aufwachen und jemand fragt uns wie wir geschlafen haben, dann sagen wir vielleicht ich konnte erst nicht so gut einschlafen, aber dann hatte ich einen krassen Traum und dann habe ich richtig tief geschlafen. Auf den letzten Satz Teil des Satzes kommt es an, weil wir tatsächlich sagen können, dass wir einen Tiefschlaf hatten, wir wissen es irgendwie, obwohl es eigentlich nicht möglich sein dürfte! Das heißt, dass es während des Tiefschlafes nicht zu einer Abwesenheit von Wahrnehmung kommt, sondern zu einer Wahrnehmung von Abwesenheit! Kapiert?

        Das sind gute Nachrichten für uns, denn es verdeutlicht, dass wir letztlich nichts weiter sind als zeitlose Wahrnehmung! In dieser Wahrnehmung tauchen Raum und Zeit und damit auch Spielergebnisse auf. Wir aber haben als Wahrnehmung intuitive Fähigkeiten Raum und Zeit zu beeinflussen (ich kann zum Beispiel mit diesem Text hunderte Kilometer entfernt ein Kopfschütteln auslösen, oder Striker kauft z.B. Dosenravioli, weil er ein over-Tipp von mir nachgespielt hat) und damit auch einen intuitiven Sensor für das, was passiert. Weil nicht nur alles mit allem verbunden ist, sondern es genau genommen nichts anderes gibt als eine große Verbundenheit, haben wir alle Intuition, wir müssen die Wahrnehmung nur darauf richten.
        Wie machen wir das nun? Ganz einfach: Wir richten die Wahrnehmung auf die Wahrnehmung selbst und damit gelangen wir an intuitive Informationen, die wir über den "Umweg" Verstand nicht ermitteln können (oder nur mit sehr sehr viel Mühe und Aufwand).

        Was heißt das nun praktisch? Das heißt, dass ich die Erfahrung gemacht habe, manchmal vor der Konsole zu sitzen und meine Aufmerksamkeit ganz auf mich selbst auszurichten und dann einfach warte, ob sich irgendetwas ergibt. Wenn Bielefeld zum Beispiel beim KSC 3-0 führt, dann kommt der Kopf vielleicht schon auch auf die Idee, dass der KSC noch ein Tor schießen könnte, aber die Intuition könnte vielleicht direkt sagen, dass es 3:3 ausgeht. Im Nachhinein könnte dann der Kopf argumentieren und Argumente finden, warum es ja "irgendwie" plausibel war, dass es noch 3:3 ausgeht, weil z.B. "in dieser Liga alles passieren kann usw.". Der Verstand tappt aber viel öfter im Dunkeln als wir uns eingestehen wollen und anstatt unsere Wahrnehmung in Richtung Introspektion und Bewusstseinsfeld zu fokussieren, gehen wir nach Außen (in den Kopf und die Gedanken, ja, Gedanken spielen sich genau genommen außerhalb von uns ab!) und versuchen zu "analysieren".

        Abschließend eine Metapher: Das Sportwetten ist der Ozean, daraus entspringen Wellen (Fraktale), die unterschiedlich brechen. Die Art und Weise wie die Wellen auftauchen erscheint absolut zufällig und nicht vorhersehbar. Aber wenn wir nicht nur ein Buch über den Ozean und seine Wellen studieren, sondern den Ozean und seine Wellen ganz genau beobachten, nur wahrnehmen, kann es sein, dass hier und dort ein Muster auftaucht oder uns auffällt, dass sich gewisse Wellen wiederholen - und all dies geschieht inuitiv, das heißt wir erhalten auf unerklärliche Weise, die wir nicht verstehen können, Informationen und "Geistesblitze", die oft ganz leise und ganz verrückt in unserer Wahrnehmung wiederhallen und wir sie entweder gar nicht erst hören oder als verrückt abtun. Ich möchte nur dazu ermutigen neben der Kopfrecherche auch eine intuitive Recherche einzuüben.

        In diesem Sinne: Let it flow!
        Zuletzt geändert von Briskeby; 23.06.2020, 13:03.
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          #7
          Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es oft Kleinigkeiten sind, warum jemand beim Live-Wetten einfach versagt. Es fängt häufig schon bei der Wahl des Buchmachers an. Natürlich könnte man jetzt sagen, wir spielen ausschließlich und ganz klar nur bei Asiaten, doch gibt es ein paar gute Gründe auch mindestens einen, besser zwei Euro-Bookies mit ins Portfolio zu nehmen. Warum das ganze? Zum einen ist die Eingabedauer, egal über welchen Client mitunter um mehrere Sekunden verzögert. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man den Tipp abgibt und die asia-Plattformen einfach zu lange brauchen oder aufgrund teilweise undurchsichtiger Abfrageprotokolle doch nochmal auf eine bessere Quoten gesprungen wird, diese aber dann aus dem Zeitfenster gefallen sind und der Pick einfach 'failed', also nicht angenommen wird. Man mag jetzt denken, dass das nur eine Kleinigkeit ist aber wenn das zu oft passiert, generiert es Ärger und wir wollen Ärger unter allen Umständen beim Live-Wetten vermeiden, weil er die Ausgangsbasis ist für Leichtsinnigkeit und Konzession. Ähnlich einem Schiedsrichter müssen wir uns knallhart an das Regelwerk halten und dürfen nicht aus Frust, weil eine Wette nicht angenommen wurde, an deren Stelle eine andere anspielen, die den Kriterien nicht entspricht, wir sie aber emotional anspielen. Dieser emotionale Drive ist das Aus der meisten Live-Wetter, er muss so niedrig wie möglich gehalten werden, was im Live-Wettenbereich eine Kunst darstellt, weil es täglich einfach viel mehr Situationen gibt, in denen man herausgefordert wird als wenn man, sagen wir drei Pre-Match-Picks anspielt und gut ist. Daher suchen wir nach Bookies, die in aller erster Linie eine sehr schnelle Reaktionszeit haben und die Rolläden so lange wie möglich offen halten, damit die Sonne hereinscheinen kann und wir Möglichkeiten so lange wie möglich sehen und anspielen können.

          Der zweite Punkt ist, dass wir ein wirklich sehr großes Wettangebot brauchen, denn das Live-Wetten lebt nicht nur vom Angebot allein, in dem wir uns vielleicht gut auskennen müssen/sollten, sondern im intuitiven Bereich brauchen wir sogar Spiele, von denen wir noch nie was gehört haben und keine Ahnung haben aber vielleicht im Bruchteil einer Sekunde eine gute Eingebung da ist.

          Im Idealfall hat man zwar den Asiaten seines Vertrauen aufgeschlagen aber hat nebenher einen oder zwei Eurobooks geöffnet, wo wir die Live-Konsole studieren und auch Live-Statistiken begutachten. Hier kann sich schon der nächste Fallstrick ergeben, weil es unter Umständen sein kann, dass wir einen Pick sehen oder mitbekommen, der bei den Euros angeboten wird, bei den Asiaten aber nicht - oder unter Umständen auch umgekehrt. Die schnelle Entscheidungsfreudigkeit ist beim Live-Sportwetten Segen und Fluch zugleich, darüber schrieb ich weiter oben schon einmal. Wenn nun ein guter Pick sich anbietet, wir aber bei den Euros einfach zu wenig Quote bekommen und uns dagegen entscheiden, weil er asiatisch nicht angeboten wird, dürfen wir unter keinen Umständen zulassen, dass Verärgerung aufkommt, wenn ein paar Sekunden später das Tor fällt und wir uns grämen könnten, warum wir das Spiel nicht doch genommen haben, wenn auch nicht zu den besten Quoten.

          Bei Pre-Match-Wetten mag am Ende für manche gelten 'Value ist wenns kommt', für Live-Wetten verhält es sich aber so, dass wir unter keinen Umständen regelmäßig schlechtere Quoten als die Bestquote am Markt erwischen möchten, weil sich einfach bei der Vielzahl an Wetten, die man mitunter bei einer intuitiven Live-Wetten-Strategie fabriziert, der Frust zu groß wird, was man alles an Quote verschenkt hat - und Frust wollen wir unter allen Umständen vermeiden.

          Daher sollte man bei Live-Wetten klar zu einer Entscheidung stehen, bzw. es geht nur darum, dass im Kopf glasklar eine Entscheidung gefällt wird, entweder ich nehm es oder ich lass es . Zu langes Zögern ist Gift, denn es erhöht unnötig die Aufmerksamkeitsspanne, die ein möglicher Pick erhält und mit jeder Aufmerksamkeit fließen auch emotionale Attachements in den Pick mit hinein. Es ist beim intuitiven Live-Wetten das A und O zu einer Entscheidung zu gelangen, bevor man emotional zu sehr in den Pick investiert ist. Außerdem ist Zögern meist ein Hinweis darauf, dass der Pick auch nicht wirklich gut ist.

          Der ganze Witz beim Live-Wetten ist, dass man intuitiv herausfinden muss, ob ein Pick gut ist oder nicht. Alle guten Picks können angespielt werden, also schlechten Picks müssen unter allen Umständen vermieden werden. Jeder weiß nach kurzer Zeit, was ein guter Pick ist und was nicht - die Kunst ist ja nur, sich konsequent daran zu halten und nicht Spiele anzuspielen, von denen man weiß, dass sie einfach nicht gut sind. Nun mag einer sagen: Ja, aber der Würfel ist doch immer 50:50, wie kann man denn sagen, was ein guter Pick ist und was nicht.

          Der Punkt ist der, dass man das intuitiv spüren aber niemals restlos erklären kann. Es kann sein ein Pick ist gut, obwohl nur noch fünf Minuten zu spielen sind oder gerade weil nur noch fünf Minutenzu spielen sind. Es kann sein ein Pick ist gut, unmittelbar nachdem ein Tor in der anvisierten Partie gefallen ist, oder es kann auch großer Schmarrn sein, unmittelbar nach einem Tor in der besagten Partie was anzuspielen. Genau die Tatsache sich von sehr vielen Regeln erst einmal wieder frei zu machen, ist meiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg bei Live-Wetten, denn natürlich könnte man für jede Partie Gründe finden, warum es generell Quatsch ist überhaupt das Live-Wetten zu riskieren.

          Doch wer Angst hat, Fehler zu machen und zu verlieren, wird beim Live-Wetten nie zum Erfolg kommen, weil es einfach völlig normal ist auch mal eine Verlierer-Serie hinzulegen, nur muss man dann in der Nachbetrachtung analysieren, lag es am mangelnden Glück oder war der Pick einfach nicht wirklich gut.

          Was sind nun gute Picks, um an ein Ende zu kommen? Gute Picks sind Live-Picks, gegen die zunächst einmal nichts spricht, außer das immer vorhandene Gefühl, dass man ja unter Zeitdruck steht und ob man das wirklich riskieren soll usw. - wenn allein diese wahrnehmbaren Regungen da sind, ist der Pick meistens sehr gut, denn außer dem allgemeinen Risiko, dem man sich immer und jederzeit unterwirft auf natürliche Weise (es kann immer alles passieren), hat man sonst keine Bedenken und ab damit. Ein schlechter Pick ist in meiner Wahrnemung dann am passieren, wenn das allgemeine Restrisiko gar nicht so im Vordergrund steht, sondern im Bewusstsein ist, dass das ein Zockertipp ist, wo man oft erst nach Eingabe plötzlich realisiert, mensch da gab es doch was, was ich gerade übersehen habe, die spielen ja gerne mal X oder Y und ich weiß es eigentlich aber gegen mein Wissen und Gefühl habe ich trotzdem gespielt, weil ich einfach auf das absolute Glück hoffe.

          Es gibt also beim Live-Wetten zwei Arten von Risiko-Glücksverhältnissen.

          Das Erste ist das Verlassenmüssen und das Vertrauen auf das eigene Gefühl, das natürlich falsch sein kann, aber es ist nunmal so da wie es da ist, und das muss erst einmal für möglich gehalten werden, dass das nicht so verkehrt ist, weil es ja irgendwoher kommt und letztlich auf Erfahrung und gespeicherten Informationen basiert, die man bewusst und unbewusst angesammelt hat und die zur Verfügung stehen. (Beispiel ich weiß, dass Japan am Ende einfach oft die Luzi abgeht in vielen Spielen, das ist ein Erfahrungswert, der einfach ein Faktor ist, dass heißt im Umkehrschluss nicht, dass er als alleiniger Faktor bei jedem Spiel als late-goal-Tendenz in Frage kommt aber es verhält sich in dieser Liga anders als in der Ligue 2 z.B. also entweder habe ich den Erfahrungswert oder ich habe ihn halt nicht, weil ich keine Ahnung habet).

          Das Zweite ist, das Zurkenntnisnehmen mit der eigenen Aufmerksamkeit, wenn man das Nichtvorhandensein eines Gefühls, eines Restwissens, einer Information, einer Erinnerung komplett ignoriert und dann besser aufgibt und sagt: Ich habe keine Ahnung und dann sollte sich ein Pick erledigt haben. Denn sonst ist ein möglicher Pick nicht mehr von einer gewissen Restbeeinflussung des Schaffners abhängig, sondern ist 100% darauf angewiesen, welcher Gleisverlauf vorgegeben ist, und das führt oftmals nicht zum Einfahren in den Gewinner-Bahnhof.

          Kurzfassung: Wir wissen oft, was ein guter Pick ist und was ein schlechter Pick ist. Gerade beim Live-Wetten kommt es darauf an, darauf zu vertrauen zu wissen, was ein guter Pick ist und sich zu trauen diese guten Picks dann auch zu spielen, egal wie viele Minuten, egal wie viele Quoten noch bleiben. Wer von vorneherein denkt, dass es immer die Metaglücksschiene braucht, um beim Live-Wetten erfolgreich zu sein, hat seine Intuition noch nicht ganz ausgereizt.
          Zuletzt geändert von Briskeby; 17.09.2020, 17:27.
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