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Er hatte im Büro nur noch Wetten im Kopf .....

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    Er hatte im Büro nur noch Wetten im Kopf .....

    ...Ben A. spielte anfangs noch aus Spaß an der Freude. Er war sogar erfolgreich, denn mit seinen Kenntnissen vom Sport, die er geschickt bei Wetten einzusetzen wusste, strich er zeitweise satte Gewinne ein. Doch schon bald wurde ihm sein Hobby zum Verhängnis: Er kniete sich so sehr in die Materie hinein, indem er sich etwa mit der 3. englischen Fußball-Liga befasste, dass er von seinem Arbeitgeber Abmahnungen erhielt, weil er im Büro nur noch Wetten im Kopf hatte....

    Er brauchte jetzt den Kick. Zu diesem Zeitpunkt hatte ihn das Glück längst verlassen; er machte vorwiegend Verluste.

    Ständig brauchte er nun Geld, das ihm die Banken nicht mehr leihen wollten. Daher wurden Freunde und Verwandte angepumpt, später sogar von ihm über den Tisch gezogen. Ben A. verkaufte sein Auto unter Preis und versilberte den Schmuck der Ehefrau im Pfandhaus — nur um alles beim Glücksspiel zu verprassen.

    Anfang Mai 2002 stand ihm das Wasser bis zum Hals. Völlig abgebrannt begab er sich mit einer Spielzeugwaffe zur Sparkassenfiliale in der Schnieglinger Straße. Zur Kassiererin sagte er: „Das ist ein Überfall. Ich flehe Sie an, bitte bleiben sie ruhig“. Mit einem Bündel voll 50-Euro-Scheinen verließ er die Bank...

    ....Die Vorwürfe der zweifachen schweren räuberischen Erpressung räumte der Angeklagte vor Gericht ein und zeigte sich zugleich schuldeinsichtig und reuig. Er machte also einen vorbildlichen Eindruck, wofür sicherlich auch sein Verteidiger Sven Oberhof sorgte. Die Kammer unter Vorsitz von Richard Caspar sprach mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren ein maßvolles Urteil. Die Spielsucht wirkte sich strafmildernd aus




    Quelle: http://www.nz-online.de/artikel_druck.asp?art=86082&mank=NZ&catch=Lokal&ma n=N%FCrnberger%20Zeitung




    Lisa-M.
    Datt is Schalke!
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