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TV/12.06. und 19.06.: "Stürmen für Deutschland"

 
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    TV/12.06. und 19.06.: "Stürmen für Deutschland"

    HR

    21.30

    Do.
    12. Juni

    Stürmen für Deutschland - Zeitreise Historische Dokumentation

    Der Fußball und die Nazis
    Folge 1/2,
    Fußball, die "schönste Nebensache der Welt", war vermutlich nie ganz unpolitisch. In Deutschland geriet der Fußball besonders in der NS-Zeit stark in den Sog von Politik und Ideologie, und dieses - zumindest höchst zwiespältige - Erbe hat auch die Nachkriegsjahre und den internationalen Wiederaufstieg geprägt. Diese Erkenntnis gehört allerdings zu den sorgsam verschwiegenen Kapiteln der Sportgeschichte. Die zweiteilige Dokumentation von Dirk Bitzer und Bernd Wilting erzählt von den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Politik und Fußball in einer bewegten Zeit. Teil 1 beschäftigt sich mit der Zeit des Nationalsozialismus, Teil 2 mit der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954. - Als Adolf Hitler 1933 Reichskanzler wird, ist Fußball noch kein Volkssport. Sein Siegeszug hat gerade erst begonnen. Bisher hat Sport in Deutschland stets der Wehrertüchtigung gedient. Das Fußballspiel hat zwar in den vergangenen Jahren mehr und mehr Anhänger gefunden, aber Anerkennung von offizieller Seite ist dem 1900 gegründeten Deutschen Fußballbund versagt geblieben. Die DFB-Führung verbindet deshalb mit der Machtübernahme durch die Nazis die Hoffnung auf Anerkennung im Dienste der nationalen Sache. Hitler und seiner Umgebung ist die aus England gekommene "Fußlümmelei" allerdings eher fremd. Sie bevorzugen ebenfalls die soldatischen Kampfsportarten. Andererseits erkennt Propagandaminister Joseph Goebbels schnell, wie viel Emotionen ein Fußballspiel freisetzen kann. In der Hierarchie des gleichgeschalteten deutschen Sports können so auch eine Reihe von linientreuen Fußballfunktionären aufsteigen. Auch die Vereine sollen nun in nationalsozialistischem Geist funktionieren. Der genaue Blick zeigt, dass die Spielräume, die das System zunächst noch bot, sehr unterschiedlich genutzt wurden. Manch ein Verein drängte seine jüdischen Spieler und Mitglieder bereits in vorauseilendem Gehorsam zum Austritt, andere wehrten sich dagegen, so lange es ging. Vereine wie Bayern München und Eintracht Frankfurt galten - auch aus der Sicht der Zuschauer - als "Judenvereine", 1860 München war stramm auf Parteilinie, und ein sportlich erfolgreicher Arbeiterverein wie Schalke 04 konnte letztlich der Gefahr nicht entgehen, politisch instrumentalisiert zu werden. Eine besondere Rolle spielte aus offizieller Sicht natürlich die Nationalmannschaft, die auf dem Platz arische Überlegenheit demonstrieren sollte. Ab 1938 wurde sie auch quasi als "Botschafter" in jeweils neu besetzte Gebiete geschickt. Politisch unerwünschte Niederlagen und der Krieg beendeten dieses Kapitel.

    Der Fußball und die Nazis - Historische Dokumentation Donnerstag, 12.06.2003
    Beginn: 21.30 Uhr Ende: 22.15 Uhr Länge: 45 Min.

    VPS: 21.30





    HR

    21.55

    Do.
    19. Juni

    Stürmen für Deutschland - Zeitreise Historische Dokumentation

    Der Weg zum Wunder von Bern
    Folge 2/2,
    1945 sind in den zerstörten deutschen Städten die Sonderdurchsagen der Alliierten nach der Kapitulation Deutschlands noch nicht verhallt, da finden sich in den Ruinen bereits wieder die ersten Fußballer zusammen und bestreiten ihre ersten Spiele: Man spielt um Lebensmittel, die einzige harte Währung zu einer Zeit, in der der größte Teil der Bevölkerung hungert. Die Alliierten verfolgen diese Begegnungen misstrauisch: Zu bedeutend war die Rolle des Fußballs und seiner Organisationen im "Dritten Reich", zu freudig hatten sich seine Funktionäre in die politischen Vorstellungen der Nazis gefügt. Der DFB ist nach dem Krieg daher als parteinahe Organisation verboten, die Vereine werden auf ihre politische Verstrickung mit dem NS-Regime überprüft. Einzelnen Clubs wie dem FC Bayern, im "Dritten Reich" als "Judenclub" verschrien, fällt der Neubeginn leichter als dem Lokalrivalen TSV 1860 München, der zum Vorzeigeclub der Nazis in der "Hauptstadt der Bewegung" avanciert war. Schon bald folgt die Entwicklung des Fußballs der politischen Entwicklung des geteilten Landes: Während im Westen das Personal aus alten Tagen bei der ersten Gelegenheit sofort wieder zur Stelle ist, die alten Positionen wieder einnimmt und der DFB bald wieder gegründet wird, lernen die Spieler im Osten, was die SED unter politischem Fußball versteht, nachdem die traditionelle Vereinslandschaft als faschistisches Erbe zerstört ist. Dann ist da noch das Saarland, dem die Besatzungsmacht Frankreich sogar eine eigene Nationalmannschaft ermöglicht, als Symbol der Trennung von Deutschland. Die Filmautoren Dirk Bitzer und Bernd Wilting erzählen im zweiten Teil ihrer Dokumentation "Stürmen für Deutschland", wie die Politik in den verschiedenen Teilen Deutschlands den Fußball beeinflusste, aber auch, welche Bedeutung der Fußball für die Nachkriegsgesellschaft gewann. Denn 1954, mit dem "Wunder von Bern", gelang nicht nur sportlich eine echte Sensation - Deutschland meldete sich auf internationalem Parkett zurück und hatte endlich wieder neue, unbelastete Helden.

    Der Weg zum Wunder von Bern - Historische Dokumentation Donnerstag, 19.06.2003
    Beginn: 21.55 Uhr Ende: 22.40 Uhr Länge: 45 Min.

    VPS: 21.55

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