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Over/Under Strategie

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    Over/Under Strategie

    Hallo!!

    Sind erfolgreiche Over/Under Kenner hier die auf lange Sicht mit over/under Wetten Gewinn machen? Worauf sollte man eurer Meinung nach bei over/under Wetten achten? Ich schaue mir die Form der beiden Mannschaften an, wieviele Tore sie schießen und wieviele sie in den letzten Runden geschossen oder bekommen haben. Auch ob die Mannschaft verunsichert ist und damit zu rechnen ist dass sie defensiv spielen wird weil das Selbstvertrauen schlecht ist. Auch wichtig ob alle Stürmer fit sind und wann sie das letzte Tor geschossen haben.

    Ich habe mit over/under nur selten gewinnen können, freue mich auf eure Tipps.

    #2
    Ausfälle sind überschätzt außer es handelt sich um Ausnahmeerscheinungen wie Ronaldo oder Messi; viel wichtiger sind grundsätzlich die Spielsysteme die aufeinander treffen; wenn sie sich spiegeln, tendenziell eher under, unterschiedliche Systeme tendieren eher zum over,wo ein Team oft dominiert und das andere aber gut kontern kann. Es ist daher sehr wichtig zu wissen, ob die Teams jeweils eher Ballbesitz oder auf Konter spielen oder gar ganz den Bus parken und auf Standards hoffen müssen. Wichtig sind also die Grundausrichtung und Spielphilosophie des Coaches.

    Dann enorm wichtig sind die Heim- und Auswärtsstrategien. Die unterscheiden sich in vielen Ligen doch sehr enorm. Die generelle Tendenz und Form des Teams natürlich genauso wichtig. Trotzdem immer so ne Sache, bei hohen Niederlagen ist es immer die Frage, ob man nicht im nächsten Spiel erst mal die Defensive stärkt zum Beispiel. Also eher nach konstant schlechten Abwehrreihen suchen und schauen, was jedes Team von diesem Spiel erwartet und will. Nicht in jedem Spiel wollen beide Teams unbedingt gewinnen.

    Was zur Annäherung sehr hilft, ist den Spieltag erst mal anbrechen lassen und schauen wohin das Narrativ des Spieltags geht. Es ist absolut die Ausnahme, dass alle Spiele in einer Liga entweder nur under oder nur over gehen. Wenn dann zum Beispiel ein, zwei kritische Partien eher under gehen, kann man einfach oft davon ausgehen, dass das erwartete over doch bei Partie drei kommt. Das ist natürlich mega viel Erfahrung und Gefühl für solche Spiele. Aber das sind die besten. Denn das bekommt man richtig gute Quoten. Die Mainstream-Overs kannst oft vergessen, weil sie total überschätzt sind, das sind dann die besten Möglichkeiten zu undern, Bayern vs- Bremen war so ein Spiel zum Beispiel.

    Die besten over sind die die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Aber mit ein wenig Recherche kriegt man dann oft ein recht klares Bild. Zum Beispiel Mainz vs. Düsseldorf war das over immer noch recht okay bei 1.7 da hätte ich persönlich ne 1.4 gegeben oder so. Da wusste man einfach, dass Schwartz der Mannschaft nochmal richtig in Arsch getreten hat und man sich zuletzt sehr treffsicher erwiesen hatte (Mateta z.B.), Düsseldorf hatte auch nichts mehr zu verlieren oder zu gewinnen und spielten die ganze Saison ebenfalls recht unbekümmert, das war so ein Spiel, da war es einfach viel klarer, dass drei Tore mindestens kommen als zum Beispiel bei Bayern - Bremen, wo wir zwei Teams haben, die hinten einfach sehr wenig zulassen können, wenn sie wollen.

    Man muss halt vor allem bei so public bet overs schauen, ob der Offensiv-Hype gerechtfertigt ist! Ist das Offensivpotential wirklich gerade in voller Blüte oder nur vom Potential vorhanden in Form von großen Namen. Da ist halt schon die aktuelle Form und wie viele Torchancen sich das Teams erspielt hat die letzten 3-4 Partien sehr relevant. Erinnert sei hier an die schlechte Phase vom BVB diese Saison wo ihnen vorne einfach ne Zeit lang nicht viel eingefallen ist gegen tief stehende Teams.

    Also man muss die Liga und Teams schon sehr gut kennen und wissen was auf dem Spiel steht. Wie viel Motivation drin steckt. Es gibt Saisonphasen, da lassen einige Teams schleifen, dann ziehen sie nochmal richtig an.

    Trainerwechsel sind auch immer sehr wichtig. Ich denke zum Beispiel, dass der VfB gegen Gladbach ein ganz anderes Offensivgesicht zeigen wird.

    Als kleine Annäherungshilfe für mich selbst frage ich mich zum Beispiel wenn ich over 2.5 anspielen will, ob ich mir over 3.5 vorstellen kann usw. - Also ich gehe immer von einer höheren Ziffer aus, das hat sich als wirklich gut bewährt, weil man seiner Erfahrung einfach ein paar andere Fragen stellt. Außerdem ist es immer wichtig vor jedem Duell sich zu fragen, was die Schlüsselfrage dieser Partie ist: Also zum Beispiel heute Abend könnte man sich fragen, ob Bremen mutig auftreten wird oder nicht und dann konkret Infos sammeln

    Unabhängig von over/under-Wetten ist es immer wichtig so viel wie möglich Infos über das Spiel zu haben, vor allem oft versteckte Statistiken sind oft sehr relevant, was Serien, Rekord usw. anbelangt.
    #LiLgate0304

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      #3
      Danke dir Briskeby, hilft mir sehr weiter. Für over-under muss die Taktik besser beachtet werden.

      Den Teil im 3. Absatz verstehe ich nicht, die Matches eines Spieltages haben keine Verbindung. Warum soll Match 4 einer Liga over enden weil die anderen 3 Spiele under waren?

      Kommentar


        #4
        Zitat von kollo87 Beitrag anzeigen
        Danke dir Briskeby, hilft mir sehr weiter. Für over-under muss die Taktik besser beachtet werden.

        Den Teil im 3. Absatz verstehe ich nicht, die Matches eines Spieltages haben keine Verbindung. Warum soll Match 4 einer Liga over enden weil die anderen 3 Spiele under waren?
        Gemäß Spiel- und Wahrscheinlichkeitstheorie hast Du natürlich recht und jedes Spiel muss für sich selbst betrachtet werden. So wie ich von hier aus nicht in der Lage dazu bin Deinen sagen wir Arm zu bewegen, hat ein over in Partie A keinerlei Konsequenzen für das over/under-Wohl in Partie B.

        Doch ist das wirklich die ganze Wahrheit (Es wird empfohlen sich an dieser Stelle die Akte-X-Melodie zu vergegenwärtigen)?
        Ich behaupte "Nein". Denn, nur weil es sich der Logik einer rationalen Herangehensweise entzieht, heißt es noch lange nicht, dass es nicht möglich ist. Ich möchte da nur an die Quantenverschränkung erinnern, wo sich, vereinfacht gesagt, ein Objekt A verändert und ein Objekt B verändert sich mit obwohl sie Distanzen voneinander trennen, die eine Beeinflussung
        unmöglich machen. Außerdem gibt es Theorien, dass das Universum in seiner "Anfangsphase" (Begrifflichkeit natürlich schwierig) sich nur aufgrund von "fehlerhaften" nicht nachvollziehbaren
        Verbindungsfreudigkeiten weiterentwickelt hat.

        Bevor das aber in eine Schaufelradbaggerminskeske abdriftet möchte ich nur anmerken, dass ich glaube, dass jedes Spiel in einen größeren Zusammenhang eingebettet ist. Und das entspricht ja auch der Wirklichkeit. Ein Bundesligaspiel findet statt. Das Ergebnis hat Auswirkungen auf andere Bundesligaspiele. Resultate kommen zustande. Eine Tabelle entsteht. Stell Dir diesen ganzen Vorgang einfach in seiner Entfaltung vor, wie eines zum anderen führt. Teilweise ja synchron (mehrere Spiele gleichzeitig um 15:30) aber auch diachron (ein Spiel am Freitag, dann noch am Sonntag). Es entfaltet sich also ein Spieltag und form so die Bundesliga. Und so wie jedes Spiel sein eigenes Gesetz hat, hat jeder Bundesligaspieltag sein eigenes Gesetz und so wie jeder Bundesligaspieltag hat jede Bundesligasaison ihr eigenes Gesetz. Und ebenso hat die Geschichte der Bundesliga ihr eigenes Gesetz.

        Ich glaube nun, dass diese in sich geschlossen wirkenden Gesetzmäßigkeiten logisch unlogisch ineinander verschränkt sind und sich Geschichte zwar nicht wiederholt, aber die Natur des Fußballs es wohl offensichtlich ist, dass Geschichten immer wieder ähnlich aber doch nicht gleich, immer wieder neu, immer wieder kreativ aber eben doch auch immer etwas doch Dagewesenes beinhaltend, ablaufen und dass sich da eine Art Fraktalblume des Fußballs abbildet.

        Dann sehe ich zum Beispiel wie am letzten Spieltag es ein 1:4, 4:1, 1:4 und 4:2 gab und denke so, dass das mal wieder einmalig ist und dass die Ergebnisse jeden Spieltag für sich genommen eine Art Kunstwerk ergeben. Oder schau mal an manchen Spieltag gibt es ein 5:0 und plötzlich taucht woanders ein 0:5 auf. Aber wie gesagt, sobald man das mit Beispiel benennen will, wird es schon wieder total lächerlich und man denkt, das ist doch totaler Quatsch und das stimmt auch aber ist eben trotzdem nicht die ganze Wahrheit.

        Was hat das nun mit dem over zu tun? Nun da glaube ich einfach, dass man sich manchmal die Frage stellen kann, was denn jetzt noch zum Kunstwerk fehlt. An sich eine Schwachsinnsfrage weil jedes Kunstwerk ein offenes Kunstwerk sein muss, sonst hat es den Namen nicht verdient (ähnlich dem LiL, wenn man sich mal genauer die Frage stellt, was ist eigentlich der LiL?) - aber ich habe damit wirklich gute Erfahrungen gemacht.

        Was hat das nun mit over-Wetten zu tun? Ich will darauf hinaus, dass theoretisch es natürlich jeden Bundesligaspieltag möglich ist, dass alle Partien over gehen oder alle Partien under gehen. Aber die praktische Erfahrung zeigt eben, dass das nicht der Fall ist, weil wie sich so ein Bundesligaspieltag entfaltet einfach viel komplexer ist als eine simple Wahrscheinlichkeitstheorie. Sie ist nur eine von mehreren Variablen, die dann um Variablen aus einem ganz anderen Universum ergänzt wird. Es ist ein riesiges Spiel an Spielmöglichkeiten in sich letztlich. Darum auch, und weil die Konstante der Veränderung alles leitet, so ähnlich wie z.B. Der Jet-Stream Hochs und Tiefs an einer Perlenschnur, ist jeder Bundesligaspieltag wie alle anderen Phänomene auch einem "Wettergeschehen" unterlegen, welches es ja so schwer berechenbar macht. Und trotzdem oder gerade deshalb kann man dann eben doch behaupten, dass man einzelne sich andeutende Spieltagsphänomene besser prognostizieren kann als andere, auch wieder ähnlich dem Wettergeschehen. Denn nur weil Du weißt, dass es warm und schwül wird über dem Ruhrgebiet, weißt Du nicht, wo evtl. ein kleiner Tornado gebildet wird. In Essen oder über Bochum?

        Wenn wir nun also davon ausgehen, dass es bestimmte Phänomen gibt, die in die Fraktalen sich ähnlich wiederholen, dann können wir von Mustern sprechen, die sich an einem Spieltag ergeben können und die mühelos ablaufen. Stell Dir einfach das ganze so vor als ergibt es sich aus dem Nichts heraus, als ist das, was Du auf dem Bildschirm siehst das Endprodukt von Bewegungen, die man gar nicht erklären kann. Dann kann man mitunter sehen, dass es unter- und over-Spieltag gibt, die sich abzeichnen. Genauso wie es Favoriten und Anti-Favoriten-Spieltage gibt. Man kann es als Zufall betrachten, dass der BVB und Bayern beide ihre Spiele nicht gewonnen haben oder halt sehen wie absurd das eigentlich ist. Dass dann am selben Tag auch Bremen und Hoffe als sagen wir mal bedingte Favos beide 1:4 unter die Räder kommen. Natürlich gibt es dafür bei jedem Spiel individuelle Gründe aber stell Dir die Zeit mal so vor, dass es bereits feststand, dass es ein Anti-Favoritenspieltag wird und die Ergebnisse entsprechend individuellen Schicksalen zustande kamen (rote Karten und Elfer in Dortmund, das Bremer Bayern-Pokal-Trauma usw.), die aber eben in einen größeren Kontext einzuordnen sind. Und genauso wie die Favos manchmal synchron scheitern und Underdogs manchmal synchron gewinnen, gibt es eben auch Spieltag, wo die overs einfach kommen, weil der Spieltag bereits feststeht bevor die Spiele beginnen und individuelle Gründe oder sogar Logik warum da jetzt viele Tore fallen sollen, völlig versagen. Anders herum genauso. Und genauso wie das für individuelle Spieltagsergebnisse in der Bundesliga gilt, gilt das für die europäischen Topligen. Gemäß der Konstante der Veränderung hast Du nur äußerst selten Spieltage, wo in allen Topligen gleichzeitig viele over fallen. Meist hast einen torreichen in der Bundesliga, dafür einen torarmen in Spanien.

        All das ist natürlich subjektive Wahrnehmung aber sie hat mir oft die besten Dienste geleistet, vor allem wenn sich erste Recherche-Eindrücke mit genau diesem Gefühl verbindet, dass man oft schon vor dem ersten Spiel weiß, dass einfach viel dafür spricht, dass es entweder eine realistischer Favo-Spieltag wird oder ein over- oder ein under-lastiger Spieltag oder eben ein Spieltag voller Überraschungen. Am letzten war es sehr tragisch, dass ich aufgrund eines unfassbaren workloads null Zeit hatte, mir auch nur ein Spiel anzuschauen vorher (stimmt weil VfB bin ich immer gut informiert, das nenne ich nicht extra Recherche), daher hatte ich auch nur spontane Torschützen gepostet, die alle 5m allein vor dem Tor versagten by the way. Ich habe mich sehr geärgert die HZ Spielstände zu sehen und zu merken DEN besten Überraschungsspieltag seit langem verpasst zu haben. Ich will damit nur sagen, nicht jede Überraschung ist eine Überraschung sondern fügt sich ein in ein Gesamtbild, dass einem Kunstwerk gleicht.

        Das alles sollte von einem guten Sportwetter mit herangezogen werden in seinen Überlegegungen und wird oft als Erfahrungswerte beschrieben obwohl es noch viel mehr ist als das und oft mit einem Sinn für Vorzeichen zu tun hat. Aber wie das planetare Wettergeschehen bleibt es natürlich sauschwer exakt vorherzusagen, wo genau die Überraschung kommt. Aber bringt halt schon viel, wenn man erst mal erahnen kann, DASS es an diesem und jenem Spieltag zu diesem oder jenem Szenario kommen KANN. Erst dann bringt einen die Phantasie auf mitunter mutige Wetten, bei denen man dann trotz hoher Quote ein oft besseres Gefühl hat als bei einem vermeintlich sicheren Favo-Heimsieg zu einer 1.75 oder so. Manchmal ist nichts wie es scheint, und das gilt insbesondere für Wettquoten.
        Zuletzt geändert von Briskeby; 29.04.2019, 14:24.
        #LiLgate0304

        Kommentar


        • kollo87
          kollo87 kommentierte
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          Danke Briskeby!

        • zucki
          zucki kommentierte
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          Ich sag mal so: Wenn du daran glaubst, dann solltest du Wettsysteme nach Fibonacci erstellen.

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