Draw no bet - Sportwetten Wiki

alle Wett-Begriffe anzeigen Im Sportwetten gibt es unzählige mal standardisierte mal exotische Wettarten und Strategien, die zum Erfolg führen sollen, angefangen bei klassischen 1 X 2 –Wetten über over/under-Wetten bis hin zu Handicap-, Ecken-, Karten- oder Torschützenwetten. Und obwohl die Herangehensweise beim Thema Sportwetten stark variiert, gibt es nur wenige Wettarten und Optionen, die gleichermaßen sowohl bei professionellen als auch Hobby-Sportwettern so beliebt sind wie die Wettart des Draw No Bet!

Was bedeutet Draw no bet?

Doch was genau bedeutet die Wette Draw No Bet und welche Vor- und eventuelle Nachteile ergeben sich aus der Bevorzugung von Quoten, die sich aus der Draw No Bet – Option ergeben? Die Wettart Draw no Bet heißt auf Deutsch übersetzt nichts anderes als „Unentschieden keine Wette“ und wird in der Regel universal und damit auch auf Deutsch mit der Abkürzung „DNB“ versehen. Es gibt, von Buchmacher zu Buchmacher unterschiedlich, etwas abweichende Bezeichnungen in der deutschen Übersetzung, mal heißt es bei den Tipps „Unentschieden – Geld zurück“, „Unentschieden – Wette ungültig“ oder „Unentschieden – Keine Wette“. Alle Bezeichnungen umfassen letztlich ein und dieselbe Wettart. Wichtig zu wissen ist auch, dass eine DNB-Wette genau dieselbe Wette darstellt wie die bei manchen Wettanbietern übliche Tipp-Bezeichnung „Head-To-Head“, oder abgekürzt „H2H“, und dass eine DNB-Wette letztlich die gleiche Wette abbildet, wie ein Tipp auf das Asian Handicap 0, oder abgekürzt, „AHC 0“.

Alle mehr oder weniger glücklichen Bezeichnungen meinen im Endeffekt nichts anderes, als dass es sich beim Draw No Bet (DNB) um eine 2-Weg-Wette handelt, bei der, im Unterschied zur klassischen 3-Weg-Wette, das Unentschieden entfällt und dies Konsequenzen auf das in Kauf genommene Risiko und die Quotierung einer Wette hat. Ein DNB-Tipp bedeuten also zweierlei: Erstens, dass man nur auf das Heim- oder Auswärtsteam, also auf 1 oder 2, eine Wette abgeben kann und diese Wette dann als 1 DNB oder 2 DNB bezeichnet wird (manchmal heißt es auch umgekehrt DNB 1 bzw. DNB 2), man aber nicht auf das Unentschieden wetten kann. Und Zweitens, dass man also, sollte das Spiel Unentschieden ausgehen, man sein Geld komplett zurück erhält. Es handelt sich also bei einer DNB-Wette um eine 2-Weg-Wette, bei der die Option, auf Remis zu wetten, komplett entfällt und im Falle eines Unentschiedens kein Geld gewonnen wird aber eben auch kein Geld verloren geht.

Eine DNB-Wette ist also eine Wette, die die Gewinnchance einer Tendenzwette (1 oder 2) mit einer Absicherung im Falle eines Unentschiedens verbindet. Es ist diese Risikominimierung einer DNB-Wette, die bei Profis und Hobbywettern gleichermaßen so beliebt ist, weil diese Verringerung des Risikos genau dem möglichen Empfinden eines Sportwetters entspricht, der bei nicht wenigen Partien einen eventuellen Favoriten ausmacht aber das Unentschieden fürchtet. Hier kommt dem Wettfreund also die Wettart des DNB-Tipps zu Hilfe, denn im Falle des befürchteten Remis ist der volle Wetteinsatz im Gegensatz zu einer 3-Weg-Wette eben nicht komplett verloren, sondern es greift im Falle eines Unentschiedens die eingebaute „Geld-Zurück-Garantie“ des Draw no Bets! Das DNB ist daher ganz besonders für Sportwetter geeignet, die auf Favoriten setzen möchten aber einen Verlust im Falle eines Unentschiedens vermeiden wollen. Die Vorteile des DNB-Tipps bezüglich dem Entgegenwirken eines möglichen Verlusts liegen somit auf der Hand und machen vor allem bei relativ ausgeglichenen Partien Sinn, wo man als Sportwetter ein Team einfach etwas weiter vorne sieht als es der Buchmacher tut, man aber grundsätzlich die ausgeglichenen Quoten des Buchmachers respektiert.

Unterschied zwischen 1X2 und draw no bet

Um es konkret zu machen, nehmen wir ein Beispiel in der Bundesliga, wo Werder Bremen den FC Schalke 04 empfangen hat. Die Quoten entwickelten sich zwischenzeitlich sehr ausgeglichen, auf einen Heimsieg Bremen gab es kurz vor Spielbeginn eine Quote von 2.75 und auch die Auswärtsquote auf Schalke bewegte sich um die 2.75 herum. Das Unentschieden war mit einer Quote um die 3.40 beziffert. Es war eine der ausgeglichensten Partien des Wochenendes und dennoch gab es bei nüchterner Betrachtung gute Gründe dafür anzunehmen, dass die formstarken Schalker mindestens ein Unentschieden bei den etwas desorientierten Bremern schaffen könnten. Da Werder sehr oft Unentschieden gespielt hatte und Schalke bereits viele Punkte gesammelt hatte, gab es aber ebenso Gründe anzunehmen, dass ein direkter 3-Wege-Tipp auf Schalke als sehr gewagt bezeichnet werden muss. Daher bot sich hier der Tipp 2-DNB, also eine Draw No Bet – Wette auf Schalke an. Das DNB auf Schalke lag rund bei einer Quote von 1.80. Am Ende gewann Schalke in der Fremde mit 1:2 und man hätte die DNB-Wette also gewonnen.

Das Beispiel verdeutlicht, wo DNB-Wetten richtig Sinn machen und gut sind. Es sind meist Partien, die der Buchmacher als sehr ausgeglichen einschätzt und die vorab als so genanntes 50:50-Spiel in den Köpfen der meisten Beobachter zirkulieren. Mit ein wenig Recherche, Können und Erfahrung kann aber ein guter Sportwetter oftmals ein paar Prozentpunkte herausfiltern, die dann eben doch dazu führen, dass man sagen kann, „also wenn, dann gewinnt Team 2, ein Remis ist ebenfalls wahrscheinlich aber die Chancen von Team 1 zu gewinnen, schätze ich dann doch als geringer als der Buchmacher ein“. Es sind also die kleinen Nuancen bei relativ ausgeglichen quotierten Partien, bei denen die Stärke des DNB als Wettart voll zum Tragen kommt, weil man bei so ausgeglichenen Partien immer noch recht hohe Quoten um die 1.80-1.90 herum herausfischen kann. Das mitunter verhasste Unentschieden bei 1 X 2 –Wetten wird einfach umgangen und es gibt bei einem Remis das Geld des Einsatzes zurück. Eine weitere Option ergibt sich natürlich in der Kombination von einer DNB-Wette mit regulären 1 x 2 oder anderen Wetten, oder von mehreren DNB-Wetten untereinander in Form einer reinen DNB-Kombinationswette. Hierbei ergibt sich der Vorteil, dass im Gegensatz zu einer regulären Kombiwette mit 3-Wege-Optionen (1 X 2 ) oder anderen ausschließenden 2-Wege-Wetten (z.B. Over/Under-Tore-Wetten) der Wettschein eben nicht verloren ist, wenn anstatt einer erhofften Tendenz die Partie nur im Unentschieden endet. Bei einer regulären 1 X 2 Wette ist der Wettschein natürlich komplett verloren, wenn anstatt einer getippten 1 oder 2 in einer Partie das X gekommen ist. Nicht so bei der DNB-Option. Hier kann unser Team X Spielen und die anderen Partien der Kombinationswette sind nach wie vor im Rennen! Unsere Partie wird mit der Quote 1,00 gewertet und außer, dass sich die Gesamtquote des möglichen Kombinationsgewinnes, verringert hat, haben wir keinerlei Verluste zu beklagen!

Ist DNB besser?

Nun muss ein geübter Sportwetter aber immer auch die langfristige Perspektive seines Investments im Auge behalten und hier muss auf den vielleicht einzigen Nachteil von DNB-Wetten hingewiesen werden, der darin besteht, dass man mitunter eben sehr viel Quote verschenkt, wenn man sich nicht traut eine Tendenz zu spielen, sondern die etwas sichere DNB-Option wählt. Gerade bei Auswärtspartien bietet es sich oft an, genauer hinzuschauen, ob nicht das Auswärtsteam deutlich favorisierter sein sollte als es die Quote suggeriert. Hierzu ist es beispielsweise unabdingbar die Heimform klar und deutlich unter die Lupe zu nehmen, denn viele Buchmacher beziehen den Heimvorteil, der tatsächlich oft eine Rolle spielt, stark in ihre Quotenbildung mit ein. Erfahrungswerte deuten aber oft darauf hin, dass die Gesamtformstärke eines Teams ausschlaggebender ist, als die tendenzielle Heimstärke eines Teams und man sich nicht scheuen sollte auch bei leichten Zweifeln eine Tendenz, also ein Team direkt anzuspielen, wenn man es grundsätzlich für möglich hält. Denn dann erwartet einen natürlich eine viel bessere Quote als die niedrigere DNB-Option, wo ja ein Restrisiko, dass man völlig falsch liegt ebenso nicht ausgeschlossen ist. Man muss also als Sportwetter jedes Mal aufs Neue abwägen, ob es wirklich sinnvoll ist, Quoten zu verschenken, nur weil man sich nicht traut direkt auf ein Team zu setzen. Im oben erwähnten Bundesliga-Beispiel haben wir nicht weniger als 0.95 Quotenpunkte verschenkt, denn die Quote für den Auswärtssieg auf Schalke lag bei 2.75 und das DNB-2 „nur“ bei 1.80. Langfristig muss man sich also die Frage stellen, ob es nicht sogar mehr Sinn macht mehr Verluste einzukalkulieren aber eben auch eine pralle Quote bei einem Gewinn abzusahnen. Denn letztlich lebt das Sportwetten davon, dass man den Mut hat, auch auf höhere Quoten zu setzen und sich nicht von einem möglichen Sicherheitspotential blenden zu lassen, dass es so wie angenommen, ohnehin nicht gibt.

Somit ist die berühmte Suche nach dem Value einer Wette auch bei DNB-Wetten immer wieder neu abzuwägen. Ich muss mich, bleiben wir bei dem Beispiel, also fragen, ob ich den Vorteil eher darin sehe eine 2.75 auf Schalke anzuspielen und mich im Falle eines Gewinns bei einem Standardeinsatz von einer Einheit auf +1.75 Einheiten zu freuen oder ob ich eine Einheit auf Schalke DNB setze, aber nur mit einer Quote von 1.80, und ich den Vorteil eher darin sehe, dass die mögliche Gewinnquote plus die Risikoabsicherung für mich mehr Value bietet. Diese Fragen sind natürlich höchst individuell zu beantworten und münden bei genauerer Draufsicht in komplizierte mathematische Überlegungen, gerade was die Langfristigkeit anbelangt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man mit DNB-Wetten nicht viel falsch, dafür aber sehr viel richtig machen kann und sie sowohl als Einzelwetten als auch als Kombimaterial oder ausschließliche DNB-Kombiwetten gefühlt viel mehr Vor- als Nachteile besitzen. Mit dem Wett Rechner Draw No Bet Quoten berechnen
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